Startseite
  Über...
  Archiv
  Abonnieren

http://myblog.de/stormlullaby

Gratis bloggen bei
myblog.de





Es waren einmal zwei Schwestern. Die eine war so gütig und barmherzig, wie die andere schön war. Doch mit der Schönheit kam auch die Eitelkeit einher, die alles in ihrem Herzen blendete. So zog das Mädchen ihre liebe Schwester auf, sie verspottete sie und stellte ihr aufgrund ihres Aussehens eine einsame Zukunft in Aussicht. Oft beendete die überhebliche Schwester die Sticheleien erst, wenn die Andere weinte. Nie kam ihr in den Sinn, dass sich ihre boshafte Gehässigkeit und ihre Eitelkeit jemals schlecht auf ihr eigenes Wohlergehen auswirken könnten. Eines Tages, nachdem sie ihre Schwester einmal mehr hässlich und nutzlos geschimpft hatte, ging sie hinaus. Ihr Ziel war das Dorf, doch um dorthin zu gelangen musste sie eine längere Strecke laufen. Von Leichtsinn getragen achtete sie nicht auf den Weg, bis sie sich vor einem wunderlichen Wald wieder fand. Überall dort glitzerte und schimmerte es, als wäre alles überzogen von einer Schicht aus Glas, und von plötzlicher Neugier übermannt wagte sie sich tiefer hinein. Wie sich rausstellte trugen sie Bäume und Büsche keine Blätter, sondern von ihrem Geäst baumelten abertausende Spiegelscherben. Das Mädchen war überwältigt, wohin sie auch blickte, überall wurde ihre Schönheit zurückgeworfen. Sie lief einen Pfad entlang und erfreute sich an den vielen Spiegelungen ihrer Selbst, sie war sogar so entzückt, dass sie selbst Stunden nach ihrer Ankunft noch immer nicht bereit war diesen Wald zu verlassen. Doch nach einiger Zeit wurde sie durstig, so machte sie sich auf die Suche nach einem See, wo sie sich erfrischen könnte. Tatsächlich wurde sie sehr bald fündig, doch nach genauerem Hinsehen stellte sie fest, dass auch der See bloß ein riesiger Spiegel war. Sie setzte sich ans Ufer und blickte in ihr eigenes Antlitz. Das war wohl der Moment in dem ihr klar wurde, dass sie nicht nur durch Schönheit in dem Leben Erfolg ernten konnte. In ihr breitete sich wie ein Lauffeuer eine unbändige Wut aus. Ihr ganzes Leben hatte sie sich nur auf ihr Aussehen verlassen und nun stand es ihr im Weg, dass sie nicht einmal mehr etwas trinken konnte. Mit geballter Faust schlug sie in den Spiegel auf der Höhe ihres Gesichts ein. Verärgert erhob sie sich und ging energischen Schrittes den Pfad entlang auf der Suche nach einer anderen Wasserquelle. Auf einmal spürte sie einen brennenden Schmerz in ihrer linken Wange und sie stockte. Eine Scherbe hing vor ihrem Gesicht und schimmerte rot. Sie stieß ein leises Schnauben auf und lief weiter, bis sie sich die andere Wange schnitt, doch diesmal blieb sie nicht stehen. Langsam verwandelte sich die anfängliche Wut in Angst. Beherrscht von dem Gedanken erst an Wasser und dann aus dem Wald zu kommen, fing sie an zu rennen. Doch nun schienen all die Scherben, die sie noch vor kurzer Zeit so schön gefunden hatte, sie anzugreifen. Sie zogen tiefe, blutige Kerben in ihr Gesicht, ihre Hände und Arme. Blind stolperte sie und als sie die Augen öffnete, war sie wieder an dem Spiegelsee angelangt. Laut schluchzte sie auf und kniete sich ans Ufer und beugte sich vor. Der Sprung, den ihr Schlag auf der Oberfläche verursacht hatte, war noch immer zu sehen. Sie schloss die Augen und weinte. Die Tränen brannten in ihren unzähligen Wunden und sie trafen in einem Gemisch aus Blut in dem Netz feiner Risse auf. Der Spiegel gewann an alter Stärke zurück, der Schaden, den sie ihm zugefügt hatte, war verschwunden. Als sie die Augen öffnete, konnte sie ihren Anblick kaum ertragen. Ihr Gesicht war entstellt, komplett zerfurcht, was sie noch bitterlicher weinen ließ. Doch dann veränderte sich das Bild. Nun war ihre gütige Schwester zu sehen, die, die sie noch vorhin beleidigt hatte. Sie lächelte zu dem gepeinigten Mädchen hinauf und hob ihre Hand. Zitternd legte auch die Andere die Hand an die Oberfläche. Sie schloss die Augen und als sie sie wieder aufschlug fand sie sich in ihrem Bett wieder. Ihre Hand wanderte zu ihrem Gesicht, doch all die Schnitte waren verschwunden und als sie sich aufsetzte, sah sie ihre Schwester im Türrahmen stehen. Zuerst glaubte sie, es hatte sich um einen Traum gehandelt, doch dann sah sie ihren Blick, ein Funkeln im Blick, das ihr unmissverständlich deutlich machte, dass all das tatsächlich geschehen ist. Von diesem Tag an behandelte das sonst so eitle Mädchen ihre Schwester wie es einem Menschen einer solchen Herzensgüte gebührt.
3.2.13 20:24


Fuck. Ich hätt damitniemals gerechnet. Ich tel grad mit Steffi, die weiß es noch nicht. Fuck mahn. Janii hat echt versucht sich umzubringen. Mit Zigarettenfilter. Gebrauchte. Sechs. Verdammt!
Ich könnte pausenlos fluchen. Ich war nicht bei ihr. Aber ich hab richtig gehandelt. Es geht ihr gut. Jetzt. Sie lebt noch. Scheiße. Ich hab voll den Schock. Sie kommt jetzt wohl in die Geschlossene.
Wenn du das liest, Lea, ihr scheint es gut zu gehen, aber es gab zu viel Trubel einfach als das ich mich melden konnte.

18.2.13 16:30


Die Lage hat sich erstmal normalisiert. Janii ist im Krankenhaus, ich geh sie morgen vielleicht besuchen. Ihr geht's besser, aber verdammt, wie konnte sie sich das einfach antun? Es war ein Hilfeschrei ihrer Mutter gegenüber, nach jahrelangem Versteckspiel brüllt sie damit ihr angestautes Mitteilungsbedürfnis raus. Wie weit wäre sie gegangen, hätte ich nicht ihre Mutter durch Vinz kantaktiert? Hätte sie sich wirklich so weit gehen lassen, dass der Tod sie in seinen Sog gezogen hätte?
Ich kann's noch immer nicht ganz fassen, das alles scheint mir so surreal...

18.2.13 20:16


Sie kommt jetzt vorerst in die Geschlossene, ob sie dort bleibt wird sich rausstellen. der Schock von gestern ist weg, nur noch eine schwammige Ahnung davon, was hätte sein können ist geblieben. Ich würde sie gerne sehen. Ich hatte extra Seifenblasen dabei, um sie ihr zu geben...

Am Samstag kommt er zu mir. Tim. Hab ihn vor langer Zeit ma erwähnt, ist auch egal. Von 11 bis 19 Uhr. Was soll ich 8 Stunden mit ihm machen? Ich seh das als ernsthaftes Problem.
Mir ist mal was aufgefallen. Egal, was ich tu, eigentlich steh ich ungewollt immer alleine da. Es liegt aber nicht an den anderen. Denn es ist egal, ob man von niemandem gebraucht wird oder selbst niemanden braucht. Es ist beides eine Form des Alleinseins. Ich werde wohl gebraucht, aber es fällt mir so verdammt schwer Menschen in mein Herz zu schließen. Alles prallt ab, wie in diesem einen Video, wenn man gegen die Glaswand schlägt, sie zersplittert einen Moment & regeneriert sich sofort wieder, derjenige, der dagegen geschlagen hat, wird verletzt. Will ich Tim gegen die Glaswand schlagen lassen?
Egal, wie viel ich über ihn rede & nachdenke, wie oft ich mir sein Bild anschaue, egal, wie wohl ich mich bei ihm fühle & wie sehr ich ihm schon in der kurzen Dauer unserer Bekanntschaft vertraue... Ich bin nicht verliebt, ich fühle nichts. Ich freu mich auch nicht so großartig auf Samstag. Ich versuch es, aber irgendwie will es nicht so recht klappen. Am Anfang war ich immer ganz aufgeregt ihn zu sehen, mit ihm zu schreiben, aber innerhalb weniger Tage hab ich anscheinend schon wieder das Interesse verloren. Dafür könnte ich mein Herz echt hassen. Vielleicht erwarte ich aber auch viel zu viel von der Liebe. Vielleicht brauch ich doch noch Zeit. Das alles hab ich mir bei Joel auch gedacht, aber doch, da ist dieser kleine Funken Hoffnung, dass es diesmal wirklich so ist.
& ich kann auch nicht recht aufhören an ihn zu denken. Ich werde dem Ganzen wohl wirklich Zeit lassen müssen.
Aber ich muss mir für Samstag trotzdem ein paar Sachen einfallen lassen, denn ich will ihn auch nicht langweilen.
Ich hab etwas Angst vor diesem Schweigen, dass uns voneinander distanziert...

19.2.13 14:27


Ich hab ehrlich gesagt, nie die Liebe ganz verstanden. Warum sich alle wie Idioten verhalten, einfach weil ich sie seit 2 Jahren nicht mehr richtig gespürt hab. Aber ich bin auf dem besten Weg... Er macht mich glücklich. Oh ja... und ich könnte jetzt so total lange schwärmen von ihm, aber dann fühl ich mich irgendwie schlecht... aber verdammt ja... ich bin so kurz davor ihn zu lieben... (:
27.2.13 21:11


Boah, dann bin ich verknallt & dann ist da kein Gesprächsthema... also echt... ich hasse dieses Schweigen... & ich hab das Gefühl, das wird zwischen uns stehen... Was'ne Scheeeeiße o: soweit ich das beurteilen kann, ist er verknallt in mich, aber ich verliere Gefühle so schnell & dieses möchte ich um jeden Preis festhalten...
28.2.13 21:01





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung